Studie der Fleischkammer: Exporterlöse erreichen historische Höchststände und stärken Paraguays Volkswirtschaft
Einer Studie der paraguayischen Fleischkammer (Cámara Paraguaya de la Carne, CPC) zufolge, die am Mittwoch, den 03.12.2025 in Asunción veröffentlicht wurde, dürfte das südamerikanische Land bis Ende 2025 erstmals die Exportmarke von 2 Milliarden US‑Dollar überschreiten. Die Erhebung geht von einem Gesamtwert der Ausfuhren in Höhe von bis zu 2,169 Milliarden US‑Dollar aus. Dieser Exportrekord festigt die Wichtigkeit des Fleischproduktionssektor innerhalb der Gesamtwirtschaft von Paraguay, erklärte CPC-Präsident Randy Ross Wiebe.
Branchenspitze: Jahre der öffentlichen und privaten Kooperation machen paraguayisches Rindfleisch wettbewerbsfähiger
Zudem wies CPC-Generaldirektor Daniel Burt darauf hin, dass sich dieser Trend bereits abgezeichnet habe: Bis Oktober dieses Jahres erreichten die Rindfleischexporte 1,869 Milliarden US‑Dollar und lagen damit schon über dem Gesamtwert von 2024 in Höhe von 1,839 Milliarden US‑Dollar. „Diese Entwicklung bestätigt nicht nur die Stärke des Sektors, sondern auch die Fähigkeit der paraguayischen Produzenten, wachsende Volumina in einem von ständig steigenden Anforderungen geprägten Weltmarkt zu halten“, ergänzte er.
„Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger Koordination zwischen öffentlichem und privatem Sektor, in deren Rahmen Gesundheitspolitik, Kontrollsysteme, Markterschließung, Investitionen in produktive Infrastruktur und das Engagement der Branche in dieselbe Richtung gewirkt haben: die Wettbewerbsfähigkeit des paraguayischen Rindfleischs zu steigern“, fügte Ross Wiebe hinzu.
Wachsende Märkte und höhere Preise: Fleischproduktion geht weltweit in 71 Exportländer
Die Schätzungen des Fleischsektors gehen davon aus, dass Paraguay 2025 sowohl beim Exportwert als auch beim Exportvolumen historische Höchststände erreichen wird. Dabei steigen die Fleischexporte auf eines der höchsten jemals registrierten Niveaus und bestätigen die Produktionsstärke des Landes. Zudem erhöhte sich der durchschnittlich von den internationalen Märkten gezahlte Preis, was zu höheren Einnahmen für die paraguayischen Erzeuger führte.
„Die Exporte wurden gleichzeitig in Bezug auf Menge und Preis gestärkt – eine seltene Kombination, die die Fähigkeit des Sektors belegt, sich zu behaupten, zu differenzieren und in zunehmend anspruchsvollen Märkten an Boden zu gewinnen“, betonte CPC-Generaldirektor Daniel Burt. Im vergangenen Jahr stiegen Paraguays Rindfleischexporte im Vergleich zu 2023 um 18 %, was auf höhere Ausfuhrmengen und leicht verbesserte Preise zurückzuführen ist, wie der Nationale Dienst für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa) mitteilte.
Die wichtigsten Absatzmärkte im Jahr 2024 waren neben Chile, Taiwan, Brasilien, Israel, Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Russland, Kanada auch Kuwait, Sierra Leone und Italien. Der heimische Fleischsektor beliefert inzwischen 71 Bestimmungsländer, und Paraguay exportiert 70 % des im Land erzeugten Rindfleischs, wie die CPC hervorhob.

